Herr Cimiotti – ein Fan von Jazz, Astronomie und Nutella

Seit dem 1.8.2021 hat das SG einen neuen Schulleiter: Herrn Mario Cimiotti. Die Blickpunkt-Redaktion hat ein Interview geführt, um ihn als Person besser kennen zu lernen und seine Ideen für die Zukunft des Schwalmgymnasiums zu erfahren.

Bildquelle: HNA, 7.9.2021

Blickpunkt:

 „Wie kam es dazu, dass Sie am Schwalmgymansium Schulleiter geworden sind?“

Herr Cimiotti:

„Grundsätzlich habe ich schon seit meiner ersten Schule die Verantwortung für die Schule als Ganzes über meinen Unterricht hinaus verspürt und habe verschiedene Sonderaufgaben übernommen. Beispielsweise war ich in der Schule in Alsfeld Mitglied im Schulleitungsteam, somit hatte ich viele Schulleitungsaufgaben übernommen. Vor drei Jahren habe ich in den Auslandschuldienst in den USA begonnen und wurde dann kurzfristig dort Schulleiter. Die deutschen Behörden haben mir damals die Schulleitung für ca. zwei Jahre übertragen. Das war eine herausfordernde Situation, zudem ich eben auch im Ausland war und das viele Unterschiede mit sich bringt. Trotzdem war es eine schöne Aufgabe für mich und hat mir viel Freude bereitet. Von dort an wusste ich, dass ich weiterhin Schulleiter an einer Schule sein wollte. Passenderweise war nach meiner Rückkehr nach Deutschland am Schwalmgymnasium eine Stelle als Schulleiter frei.“

Blickpunkt:

„Was sind Ihre ersten Eindrücke vom SG?“

Herr Cimiotti:

Ich finde es prima, die Schule an sich. Und die Menschen, welche hier lernen und arbeiten, sind einfach klasse. Ich habe erfahren, dass sich jeder sehr mit der Schule identifizieren kann und alle gerne hier sind. Mir geht es auch so, ich fahre morgens wirklich gerne in die Schule.“

Blickpunkt:

„Womit beschäftigen Sie sich gerne in ihrer Freizeit?“

Herr Cimiotti:

„Die Schule nimmt viel Zeit ein, was ich auch gut finde, weil ich das gerne mache. Zudem verbringe ich gerne Zeit mit meiner Familie oder fahre gerne Fahrrad. Außerdem spielt in meinem Leben Musik eine wichtige Rolle, sowohl Musik machen als auch hören. Ich interessiere mich für Astronomie. Ich gehe auch gerne mal abends auf die Terrasse und schaue mir den Sternenhimmel mit meinem Teleskop an.“

Blickpunkt:

„Welches Instrument spielen Sie denn?“

Herr Cimiotti:

„Ich spiele hauptsächlich Posaune und manchmal Klavier. Gerade der Jazz-Bereich interessiert mich besonders.“

Blickpunkt:

„Was haben Sie gearbeitet, bevor Sie Schulleiter geworden sind?“

Herr Cimiotti:

„Für mich war schon lange klar, dass Ich Lehrer werden möchte, deswegen habe ich zielstrebig Mathe und Physik studiert. Seitdem ich Schulleiter bin, bin ich trotzdessen noch Lehrer, was mir auch sehr wichtig ist, um direkten Kontakt zu Schüler*innen zu haben.“

Blickpunkt:

„Essen Sie Nutella mit oder ohne Butter?“

Herr Cimiotti:

„Ich muss gestehen, bei uns zu Hause ist Nutella ein Grundnahrungsmittel. Ich esse Nutella entweder mit dünner Butter oder ich lasse sie bevorzugt komplett weg.“

Blickpunkt:

„Was wollen Sie an der Schule ändern?“

Herr Cimiotti:

„Es gibt nichts, wovon ich denke, dass es so auf keinen Fall weiter geht. Vieles läuft gut an der Schule, auch von den Lehrer*innen und der Schulleitung. Natürlich verändert sich die Welt und somit auch die Schule, das hat man auch durch Corona gemerkt. Es kommen eben neue Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Mir ist wichtig, dass bei solchen Veränderungen nicht nur der Schulleiter entscheidet, sondern auch die Lehrkräfte und Schüler*innen. Wir haben jetzt eine Steuergruppe mit Lehrer*innen und einigen Schüler*innen gegründet, um Dinge weiter zu entwickeln und zu verbessern, wie z.B. im Bereich der Digitalisierung. In diesem Bereich haben Schüler*innen, als auch Lehrer*innen neue Erfahrungen gemacht. Ich sehe Bedarf, dort weiterzuarbeiten. Außerdem konnte ich im Ausland ebenfalls einige Ideen für diese Schule mitnehmen.“

Blickpunkt:

„Warum unterrichten Sie gerade die Fächer Mathe und Physik?“

Herr Cimiotti:

Ich hatte schon immer großes Interesse an diesen Fächer, sie haben mich ausgesucht. Außerdem habe ich überlegt auch Musik zu wählen, aber bei der finalen Entscheidung, war mir klar, dass ich Mathe und Physik nehme. Gerade die Themen der Astrophysik interessieren mich auch über den Beruf hinaus. Mit diesen Fächern kann ich mich selbst identifizieren, wobei ich die anderen Fächer auch immer im Blick habe.“

Blickpunkt:

„Wir haben von der SV gehört, dass die SV gegen die bestehenden Handyregeln vorgehen möchte. Wie stehen Sie dazu?“

Herr Cimiotti:

„Ich würde mir dort selbst erstmal ein paar mehr Informationen einholen und mit der SV ins Gespräch kommen wollen, um die Begründungen und Ideen anzuhören. Dann muss ich schauen, ob ich die Vorschläge unterstützen kann, und würde mich mit anderen Personen innerhalb der Schulleitung beraten, um eine Lösung zu finden.“

Blickpunkt:

„Was hat Sie selbst in Ihrer Schulzeit richtig genervt?“

Herr Cimiotti:

„Ich bin gerne zur Schule gegangen, obwohl es Fächer gab, die ich lieber gemacht habe als andere. Meine Schulzeit hat mich bereichert, aber auch Dinge, die über den Unterricht hinaus gingen, wie z.B. AGs, um auch mal ältere und jüngere Schüler kennen zulernen. Die Fremdsprachen waren anfangs nicht mein Fall. Ich wollte freie Texte mit unbekannten Wörtern schreiben, aber hatte Angst vor Fehlern. Dadurch konnte ich nicht so viel sagen wie ich wollte. Das war aber jetzt nichts Gravierendes.“

Blickpunkt:

„Haben Sie Haustiere?“

Herr Cimiotti:

„Ich bin ein großer Naturfreund und Tierbeobachter auf Reisen, aber ich besitze keine Haustiere.“

Blickpunkt:

„Wie wollen Sie gegen Homophobie, Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Mobbing oder ähnlichem an der Schule vorgehen?“

Herr Cimiotti:

„Das ist eine weite Frage. An unserer Schule gibt es viele gute Ansätze in dieser Richtung, welche sich für Toleranz einsetzen, wie Aufklärung und Aktionen, beispielsweise die Stolpersteinverlegung. Es ist der richtige Weg diese Aktionen auszubauen und zu unterstützen. Wenn es um Mobbing geht, sind es eher einzelne Personen, die es betrifft. Man muss dem nachgehen, zeitnah handeln und geeignete Maßnahmen einleiten. Effektiver sind natürlich Gespräche und Mediation als Strafmaßnahmen.“

Blickpunkt:

„Was ist Ihr Lieblingsessen?“

Herr Cimiotti:

„Ich habe eine besondere Vorliebe für bestimmte Kuchen, die mussten auch schon weggeschlossen werden, damit am nächsten Tag noch was übrig ist. Ansonsten mag ich noch Gerichte mit Paprika.“

Blickpunkt:

„Was war Ihr erster Berufswunsch?“

Herr Cimiotti:

„Ich habe auch darüber nachgedacht, Musiker zu werden, aber ich bin im Endeffekt Lehrer geworden.“

Blickpunkt:

„Schwalm oder USA?“

Herr Chimiotti:

„Das kann man gar nicht so wirklich vergleichen, in beiden Welten waren wir zu Hause. Es war fast erschreckend, wie schnell man sich auch in Kalifornien zuhause gefühlt hat. Wenn man dann mal nach Hause geflogen ist, war das wie ein Programmwechsel im Fernseher von einer Sendung auf eine ganz andere. Beide Sendungen sind gut und beide würde man sich gerne anschauen und man schaltet hin und her. Kalifornien hat viele Möglichkeiten, gutes Wetter und eine großartige Landschaft. Die Menschen sind oft auch in einer anderen Stimmung, aber es gibt in den USA auch viele dunkle Seiten. Letztendlich fühle ich mich hier mehr verwurzelt und vertrauter. Wir fühlen uns alle wohl und sind gerne zurück, aber erinnern uns auch gerne an die schöne Zeit und werden dort nochmal hinreisen und Menschen besuchen, die wir kennen.“

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